Preisverleihung

Fünf Preise und vier Anerkennungen wurden beim Bundespreis Stadtgrün 2022 vergeben, Foto: franknuernberger.de

Am Abend des 14. September 2022 wurden die Preise und Anerkennungen in einem Festakt im Rahmen des 15. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik verliehen. Die Preisträgerprojekte kamen aus neun Städten und Gemeinden verschiedenster Größenordnungen , deren Vertreterinnen und Vertreter für die Preisverleihung nach Berlin gereist waren, um die Auszeichnung entgegenzunehmen. Die Juryvorsitzende Cansel Kiziltepe, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, übergab feierlich fünf Preise und vier Anerkennungen. Als symbolische Geste überreichte sie allen Ausgezeichneten außer ihrer Urkunde auch einen jungen Gingkobaum, der als Baum des Jahrtausends für Umweltschutz und Frieden steht und überdies als Stadtbaum mit guter Klimaresilienz gilt. Die Preise wurden darüberhinaus mit je 15.000 Euro, die Anerkennungen mit 5.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Die Laudatorinnen aus dem Kreise der Jurymitglieder waren die Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Petra Wesseler, und Dr. Susanne Böll, Stadtbaumforscherin an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Sie würdigten die Stadtgrün-Projekte für ihre herausragenden Leistungen in der Freiraumentwicklung. Bewertungskriterien waren der Beitrag zur Klimaanpassung, der Mehrwert für die Lebensqualität, die Gestaltqualität, der Planungs- und Umsetzungsprozess, die Zusammenarbeit und Einbindung der Akteure sowie Kreativität und Innovationsgrad.

Preise:

Aachen Suermondt-Park: Das “Grüne Herz” des Quartiers

Bad Saulgau – Umwandlung von Einheitsgrün in artenreiches Grün

Leipzig – Renaturierung “Rietzschke-Aue Sellerhausen” in Leipzig

Mannheim – Taylor Park – Verbindungen schaffen und städtebauliche Neuordnung

Tirschenreuth (Oberpfalz) – Stadt am Wasser – der blaue Ring

Anerkennungen:

Berlin – KlimaKiez Badstraße

Deggendorf – Klimaangepasste Umgestaltung des Friedhofes

Frankenberg (Sachsen) – Mühlbachtal

Pulheim – Nordpark

Informationen, Foto- und Filmportraits über die prämierten Projekte finden Sie hier: Preise 2022

Galerie

Fotos: franknuernberger.de

Side-Event zum 15. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

„Grün in der Stadt – klimaangepasst und lebenswert“

Der Bundespreis Stadtgrün 2022 hat Projekte ausgezeichnet, die Maßnahmen der Klimaanpassung und eine hohe Gestalt- und Lebensqualität mithilfe der Grün- und Freiraumentwicklung vorbildlich umgesetzt haben. Dabei spielten starke interdisziplinäre Planungsprozesse, Ideenreichtum und vor allem Mut eine wesentliche Rolle.

Auf dem 15. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Berlin fand am 15. September 2022 eine Fachwerkstatt und Side-Event zum Bundespreis Stadtgrün statt. Unter dem Titel „Grün in der Stadt – klimaangepasst und lebenswert!“ ging es um die Fragestellung, wie eine qualitätsvolle, grüne Stadt- und Freiraumentwicklung realisiert werden kann, um Klimaanpassung mit Lebensqualität zu verbinden. Mit Impulsvorträgen und Diskussionsrunden zum Thema Schwammstadt und kühlende Klimaoasen erzählten die teilnehmenden Experten und Expertinnen sowohl Erfolgsgeschichten aus der Praxis und thematisierten Chancen und Hemmnisse in der Umsetzung.

Zu den Podiumsgästen zählten Vertreterinnen und Vertreter der Wettbewerbsjury und der Preisträgerprojekte aus der diesjährigen Wettbewerbsrunde. Den Side-Event hatten das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veranstaltet.

Programm „Grün in der Stadt – klimaangepasst und lebenswert“

Stadtgrün als Gemeinschaftsaufgabe – Einführung von Dr. Gregor Langenbrinck (Urbanizers)

Act Now! Kühlende Klimaoasen – Impulsvortrag von Marie Theres Okresek ï bauchplan ).( Landschaftsarchitekten und Stadtplaner

Gesprächsrunde 1: “Wie können Klimaoasen in der verdichteten Stadt geschaffen werden?”

Jurymitglieder Marie Theres Okresek und Prof. Dr. Stephan Pauleit (TU München) im Gespräch mit Projektvertretern des diesjährigen Bundespreises

Moderation: Irene Burkhardt (Vizepräsidentin des bdla)

Mut zur Schwammstadt – Impulsvortrag von Dr. Pallasch, Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker

Gesprächsrunde 2: “Wie können vielfältig nutzbare blau-grüne Straßen, Plätze, Grünzüge umgesetzt werden?“

Dr. Matthias Pallasch und Dr. Susanne Böll (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau) im Gespräch mit Projektvertretern des diesjährigen Bundespreises

Moderation: Prof. Dr. Stephan Pauleit (TU München)

Reflexion: Was nimmt die Bundesebene aus den eingereichten Projekten mit?

Dr. Gregor Langenbrinck (Urbanizers) im Gespräch mit Dr. Lara Steup (BMWSB), Stephanie Haury, Dr. Fabian Dosch und Ricarda Ruland (BBSR)

Gesamtmoderation: Stephanie Haury (BBSR)

Fotos: konsalt GmbH