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Bundespreis Stadtgrün 2024

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Wettbew.-Kategorie: Aktion/Programm

Outdoor-Fitness-Park im Erholungswald Westerlau

Outdoor-Fitness-Park im Erholungswald Westerlau

Laichingen, Laichingen: Erholungswald Westerlau, Baden-Württemberg

Beschreibung

Der Fitnessparcours im Laichinger Erholungswald ist im wahrsten Sinne des Wortes eine geniale Teamleistung für die Allgemeinheit, Arbeitswelt, Schulen und Vereine. Die Idee, der Bevölkerung im Rahmen eines Jubiläums eines örtlichen Kreditinstituts nachhaltig etwas Gutes zu tun und dabei den gesundheitlichen Aspekt zu fördern, traf auf eine überzeugende Philosophie eines Sportwissenschaftlers und ehemaligen Leistungssportlers. Ein Mehrgenerationenpark mit robusten Fitnessgeräten – für alle frei, gut und kostenlos zugänglich – laden nicht nur alle Altersgruppen ein, sich im Freien zu bewegen, sondern begeistert auch Sportler. Außerdem hilft es, Gewalt und Aggressionen abzubauen. Das Konzept begeisterte und so taten sich Stiftungen, Sponsoren, Förster, Stadt und Landkreis sowie unglaublich viele ehrenamtliche Vereins- und Stiftungsmitgliedern zusammen. 53.000 Euro Spendengeldern wurde generiert, in vielen Sitzungen Pläne geschmiedet und hunderte von Arbeitsstunden erbracht. Nun stehen gut erreichbar acht Einzel- und ein Multifunktionsgerät auf einer kleinen Lichtung im Wald. Diese liegt gleich neben dem Parkplatz des am Stadtrand angrenzenden Erholungsgebietes „Westerlau“. Auf der zusätzlich ausgeschilderten Laufstrecke von 3 Kilometern warten weitere fünf Geräte für Fitnesshungrige. Die richtige und einfach Handhabung funktioniert durch kleine Erklärvideos, die mit dem Handy über QR-Code abrufbar sind. Gerade in der Pandemie, wo Studiobesuche nicht möglich waren, wurde die Fitnessmöglichkeit im „Grün“ der Stadt extrem in Anspruch genommen. Der Parcours erwies sich in 2021 als Hauptgewinn für die Einwohner der Stadt Laichingen und ist die optimale Ergänzung im Erholungsgebiet zum Abenteuerspielplatz, dem Wildpark und dem grünen Klassenzimmer.

Steckbrief der Einreichung (PDF)

VielFalterGarten

VielFalterGarten

im gesamten Stadtgebiet, Leipzig, Sachsen

Beschreibung

Um dem drastischen Artenrückgang zu begegnen, benötigt es sowohl das Engagement von Politik und Bevölkerung als auch konkrete Schutzmaßnahmen. Hier dienen Schmetterlinge als Schlüssel für die Motivation und Akzeptanzsteigerung in Bevölkerung und Kommunalverwaltung. Insbesondere in Städten liegt ein großes Potenzial. In zunehmenden Hitzeperioden tragen artenreiche Grünflächen dazu bei, das Lokalklima zu verbessern und somit auch die Gesundheit der Menschen vor Ort zu fördern. In Zeiten großer Wissenslücken im Bereich der Artenkenntnis und wachsender Entfremdung zur Natur dient das aktive Naturerleben mit der VielFalterGarten-Community neben dem Wissenszuwachs auch einer gesteigerten Naturverbundenheit und somit einer größeren Bereitschaft für umweltbewusstes Handeln. Das vertiefte Beobachten und Wertschätzen von Natur am Beispiel der Schmetterlinge in einer intakten Stadtnatur ermöglicht positive Gesundheitseffekte. Die größten Erfolge ist die Community, die mit über 600 Schmetterlingsbeobachter*innen entstanden ist. Teilnehmer*innen sprechen über eine zunehmende Naturverbundenheit durch Achtsamkeit im eigenen Garten und während ihrer Spaziergänge, die sie durch das Projekt häufiger unternommen haben. Zum Tag der Artenvielfalt veranstalteten wir ein Radwanderkino und sind 15km zu verschiedenen Orten in der Stadt geradelt. Das Projekt bindet vor allem Menschen unterschiedlichen Alters mit ein. So waren wir in Kindergärten und Schulen, um mit den Kindern in Gärten zu gehen und Tagfalter zu beobachten, unternahmen Schmetterlingsspaziergänge, bei denen sowohl Studierende als auch Rentner*innen teilnahmen. Da im Projekt Menschen mit Migrationshintergrund arbeiteten, konnten wir bei Veranstaltungen auch eine Mehrsprachigkeit anbieten. Die Bewerbung von Veranstaltungen sowie unsere Website ist jedoch nur auf Deutsch, was die Zugänglichkeit für nicht deutsch sprechende Menschen erschwert. Darüber hinaus waren viele unserer Veranstaltungen nicht barrierefrei.

Steckbrief der Einreichung (PDF)

Parkmeilen gemeinsam gestalten

Parkmeilen gemeinsam gestalten

über das Stadtgebiet verteilt, 3 Parkmeilen (Grünzüge) in München, Bayern

Beschreibung

Parkmeilen – das sind bis zu sieben Kilometer lange Grünzüge, die die großen städtischen Parkanlagen Münchens mit den Landschaftsräumen am Stadtrand verbinden. Sie vernetzen die Stadtteile, fördern Biodiversität, tragen zur Regulierung des Stadtklimas bei und sichern unterschiedliche Erholungs- und Aufenthaltsorte. Für die Stadtbevölkerung bilden sie wichtige Erholungs- und Bewegungsflächen im direkten Wohnumfeld. Die Entwicklung der Parkmeilen ist ein Schwerpunkt der Münchner Grünplanung. Schrittweise sollen die langen Grünzüge als multicodierbare Freiräume gemeinsam mit der Bevölkerung prozessorientiert entwickelt und in der wachsenden Stadt langfristig gesichert werden. In den beiden Jahren wurden drei der insgesamt elf Parkmeilen in einem ko-kreativen Prozess zum Leben erweckt. Mit zahlreichen Freirauminterventionen und -aktionen wie Stadtspaziergängen, urbanem Gärtnern und Sportaktivitäten wurden Nutzungs- und Erholungspotentiale aufgezeigt, getestet und implementiert. Auf diese Weise wurde der Mehrwert der Parkmeilen direkt räumlich erfahrbar gemacht. Ohne bauliche Veränderung wurden so verschiedene Freiflächen der Parkmeile neu programmiert – Verwandlung von Transit- in Aufenthaltsräume – und brachten sie als qualitative Bewegungsräume neu ins Bewusstsein der Bevölkerung. Die großen zusammenhängenden und wohnortnahen Freiräume spielen eine besondere Rolle für Erholung, Naturerlebnis und Bewegung. Durch verschiedene Aktionen, wie ein kostenloses Yogaangebot, Sportaktionstage und geführte Radtouren wurde die Bevölkerung niedrigschwellig eingeladen, Bewegung im Grünen direkt vor der Haustür auszuprobieren. Einige Formate konnten aufgrund der großen Nachfrage verstetigt werden und tragen so zu einem bewegungsfreundlichen Wohnumfeld bei. „Früher bin ich mit dem Auto zum nächsten See gefahren, um Sport zu machen. Jetzt weiß ich, dass ich direkt vor der Haustür anfangen kann.“ Zitat Anwohner Impressionenvideo: https://www.youtube.com/watch?v=rM7P_tvl7Yo

Steckbrief der Einreichung (PDF)

Flensburg bleibt in Bewegung!

Flensburg bleibt in Bewegung!

Gesamtstadt, Flensburg, Schleswig-Holstein

Beschreibung

In Flensburg gehen wir das Thema Gesundheit und Bewegung im öffentlichen Raum systematisch an: In jedem der dreizehn Flensburger Stadtteile soll bis 2028 mindestens eine gut und barrierefrei erreichbare, generationsübergreifend gestaltete Aktionsfläche entstehen, durch Ertüchtigung vorhandener Flächen sowie auch durch Neuanlage bei der Entwicklung von Wohn- und Sanierungsgebieten. Insgesamt wurden 20 Potenzialflächen ausgewählt, davon jeweils zehn Flächen mit Stadtteilbezug und zehn mit gesamtstädtischer Bedeutung. Ein zusätzlicher Sonderstandort widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema Inklusion. Perspektivisch sollen Velorouten und Stadtteilrunden die Flächen mit einander verbinden. Außerdem werden Querschnittsthemen bearbeitet z.B. Kleinspielfelder, Sitzgelegenheiten, Überdachungen, Fahrradabstellanlagen, Grillplätze und nicht zuletzt auch Schulhöfe. Für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen stehen der interdisziplinären Projektgruppe pro Jahr bis zu 500.000 € aus dem sogenannten Stadtentwicklungsfonds der Stadt Flensburg zur Verfügung, der 2018 mit dem Beschluss des ISEK eingerichtet wurde, um Förderungen für Schlüsselmaßnahmen zu generieren. Seit 2019 wurden auf diese Weise in zwei größeren innerstädtischen Grünanlagen und in einem kleineren Stadtteilpark, auf zwei naturnahen Spielflächen, in einem Stadtwald, an den beiden Stadtstränden, auf dem inklusiven Spielplatz Hesttoft sowie auf inzwischen 9 Schulhöfen Maßnahmen umgesetzt. Bei einem Gesamtvolumen von ca. 2,3 Mio.€, mit ca. 850.000 € Drittmitteln gehören dazu z.B. die Ertüchtigung von Wegen, die Ergänzung von Spiel-, Balancier-, Fitness und Vitalgeräten sowie Kleinspielfeldern, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch Sitzgelegenheiten und Unterstände sowie auch Grillstationen und Feuerstellen und 134 Fahrradbügel an 19 Standorten. Damit ist eines inzwischen ganz klar: Flensburg bleibt in Bewegung!

Steckbrief der Einreichung (PDF)

Stadt geht raus: Spielen, bewegen, gestalten!

Stadt geht raus: Spielen, bewegen, gestalten!

Königslutter am Elm, Niedersachsen, Innenstadt Königslutter am Elm, Niedersachsen

Beschreibung

Um die Innenstadt von Königslutter am Elm attraktiv zu gestalten und untergenutzte öffentliche Räume wieder ins Bewusstsein der Menschen vor Ort zu bringen, sollten sowohl neue Gestaltungen Einzug halten, als auch neue Nutzungen in den Bestand hinein entwickelt werden. Das Ziel war es, existierende Grünflächen in der Innenstadt zu multifunktionalen Begegnungsorten auszubauen und thematisch mit anderen öffentlichen Straßenräumen zu vernetzten, die als Flächen der Aneignung verstanden werden: Die Stadt sollte sichtbar werden als ein wertvoller, gemeinsamer, leicht zugänglicher Lebensraum, der zum Wohlbefinden der Menschen beiträgt und der gemeinsam gestaltet wird. Dabei kann auf eine Reihe von Erfolgen zurückgeblickt werden: Die Menschen beteiligen sich, sie nutzen ihre Stadt und sie bekommen einen neuen Zugang zu ihr, wenn sie merken, dass sie Einfluss darauf haben, wie die Stadt gestaltet und genutzt wird. Die Einweihung der Calisthenics-Anlage am Zollplatz und die des Jugendhausgartens 2023 machten das, was entstand, sichtbar. Bisher nur eingeschränkt für sportliche Betätigung nutzbare Orte wurden mit hohem gestalterischem Anspruch umgestaltet, um bis dato nicht umsetzbare Bewegungsmöglichkeiten in die Innenstadt zu bringen. Dies trägt zur Wertschätzung des existierenden Stadtgrüns bei. Die Stadt wird als „Stadt der kurzen Wege” durch die Einrichtung einer Fahrradinfrastruktur weiter belebt. Temporäre Nutzungen wie Märkte oder Veranstaltungen ergänzen das Gesamtkonzept. Der größte Erfolg aber ist: Diese Dinge wurden gemeinsam mit den Menschen vor Ort erreicht.

Steckbrief der Einreichung (PDF)

Naturerfahrungsraum "Kinder-Wildnis Langenfeld" am Möncherderweg

Naturerfahrungsraum "Kinder-Wildnis Langenfeld" am Möncherderweg

Immigrath, Langenfeld (Rheinland), Nordrhein-Westfalen

Beschreibung

Naturerfahrungsräume (NER) sind möglichst große, „wilde“ Freiflächen in Wohngebietsnähe, die von Kindern ab etwa sechs Jahren eigenständig aufgesucht werden können und aufgrund ihres natürlichen Strukturreichtums vielfältige Spielanreize bieten. Mit der Einrichtung eines NER spricht die Stadt Langenfeld eine Einladung aus, das für die gesunde Entwicklung von Kindern wichtige Draußenspiel wieder mehr zu etablieren. Die Biologische Station Haus Bürgel wurde im September 2018 vom Kreis Mettmann beauftragt, eine Konzeption und sodann ein Handlungskonzept „Naturerfahrungsräume für Kinder im Kreis Mettmann“ zu erarbeiten. In Langenfeld erwies sich die Grünfläche am Möncherderweg schnell als geeignet, da der bestehende Rasenbolzplatz nur sehr wenig genutzt wurde. Im Dezember 2020 hat der Rat der Stadt Langenfeld einstimmig beschlossen, dort einen Naturerfahrungsraum für Kinder einzurichten. Für die initiale Planung und Gestaltung wurden 40.000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt und dem Referat 530/Klimaschutz die Federführung des Projektes übertragen. Bereits im Planungsprozess wurden neben vielen weiteren Akteuren vor allem die künftigen Nutzerinnen und Nutzer eingebunden, damit deren Ideen bei der initialen Modellierung und Gestaltung des Geländes einfließen konnten. Die Identifikation mit dem Projekt und die Möglichkeit, die Fläche stetig selbst weiterzuentwickeln, machen das Projekt in besonderem Maße aus. Der Reiz liegt in der Veränderbarkeit und der damit verbundenen Gestaltbarkeit durch und für Kinder. Dass dies sowohl in der alltäglichen Nutzung als auch bei den zahlreichen Mitmachaktionen (mit und ohne Eltern) in vorbildlicher Weise stattfindet, ist der größte Erfolg des Projektes. Die Fläche wird zwar durch einen Ranchzaun begrenzt, ist jedoch zu jeder Zeit offen und frei zugänglich.

Steckbrief der Einreichung (PDF)

DEIN PARK | grüner Freiraum für Bewegung, Kreativität und Naturverbindung

Preis in der Kategorie Aktion/Programm

Stadtpark Neuruppin, Fontanestadt Neuruppin, Brandenburg

Bundespreis Stadtgrün/Lilli Thalgott

Beschreibung

Einreichende Gemeinde: Neuruppin                                                                                                                       

Einwohnerzahl: 32.000

Bundesland: Brandenburg

Der Stadtpark in Neuruppin war lange Zeit untergenutzt und stand wenig im Fokus der Öffentlichkeit. Die Initiative der Evangelischen Schule (EVI) vor Ort und die Stadt als Projektträgerin haben einen umfassenden, kooperativen Umgestaltungsprozess des Parks angestoßen. Gemäß der vier Leitlinien Dynamisch-Erholsam-Interaktiv-Naturnah fanden Themenwerkstätten statt, die sich mit Sport, Natur und Bildung befassten. Zusätzlich fand eine Kampagne statt, die Aufmerksamkeit auf das Vorhaben lenkte. Als Ergebnis dieses Prozesses ist heute ein stadtweites, dynamisches Netzwerk aktiv, das den Stadtpark fortlaufend an aktuelle Bedürfnisse anpasst. Im Zuge dessen haben u. a. Schülerinnen und Schüler sowie Studierende Laufstrecken ausgeschildert. Es entstand eine Fitnesswiese mit Calisthenicsgeräten sowie ein jährlich geplantes Parkfest.

Jurybewertung

Die Besonderheit der Arbeit liegt in der Qualität des professionell gestalteten Prozesses, der die Talente des Raumes als Ausgangspunkt nimmt. In thematischen Werkstätten entwickelten Akteure aus Schulen, Initiativen, Vereinen und Verwaltung gemeinsam einen Park mit vielseitigen Bewegungsangeboten im Freien. Auf vorbildliche Weise wurden im Prozess performative Elemente des Parks entwickelt und erprobt, wie etwa ein Mitmachzirkus, Parkfest und ein Stadtparklauf. Diese Elemente sorgen dafür, dass die Gestaltung, die Bespielung und das Management des Parks eng miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig befruchten.

Durch die Beteiligung der Akteure und die öffentlich wirksamen Aktionen bietet der Park einen Mehrwert für das Gemeinwohl in Neuruppin. Der Park konnte zum Treffpunkt für unterschiedliche Gruppen Bewegungssuchender werden.

Durch die behutsame Transformation wird ein existierender, untergenutzter Park aktiviert, vielfältig nutzbar und neu codiert (Multicodierung). Das Parkgelände ist über Fußwege gut an die Altstadt angebunden. Die Qualität der Gestaltung liegt in der weiten Rahmensetzung für Aneignungen des Raums, die sich beispielsweise in den von Schülern initiierten Laufstrecken zeigt. Es gibt eine Balance zwischen Offenheit für die sich wandelnden Bedürfnisse der Nutzenden und neuer „Hardware“ wie z. B. in Form von Calisthenics-Anlagen, Balancierpfad und Sitzgelegenheiten.

Das herausragende bürgerschaftliche Engagement während der Entwicklungsphase wirkt sich auch positiv auf die weitere Entwicklung und kooperative Pflege des Parks aus. Im Prozess wurden Teams (Werkstadt, Botschaft, Baumhaus, Radar) gebildet, die dafür sorgen, dass sich der Park immer weiterentwickeln kann.

 

 

 

 

Fotos: Bundespreis Stadtgrün/Hergen Schimpf

Steckbrief der Einreichung (PDF)

Bikeschaukel Fränkische Schweiz

Bikeschaukel Fränkische Schweiz

Fränkische Schweiz, Fränkische Schweiz, Bayern

Beschreibung

Naturradeln abseits von Straßen wird in der Fränkischen Schweiz immer populärer. Mit unserem Lenkungskonzept Bikeschaukel wird ein verträgliches Nebeneinander der verschiedenen Nutzergruppen gefördert. In Abstimmung mit den relevanten Akteuren (z.B. Naturpark, Naturschutzbehörden, Wander- und Jagdverbänden, Tourismus, Landwirtschaft, ÖPNV, Staatsforst) wurde ein attraktives Streckennetz inklusive Beschilderungskonzept erarbeitet und umgesetzt. Dialogorientierte Planung: Durch die frühzeitige Einbindung relevanter Akteure in diversen Abstimmungsrunden wurden bisher immer konsensorientierte Routenlösungen gemeinsam erarbeitet und verabschiedet. Die Abstimmungsrunden wurden von Locals geführt und von Bürgermeistern und Gemeinderäten sowie Projektbeauftragten des Wirtschaftsbandes A9 Fränkische Schweiz e.V. flankierend unterstützt. Der Fokus lag hierbei auf einem inkludierten, nicht allzu schweren Routenangebot für Familien, Genussradelnde und Radwanderinnen und -wanderer. Die örtlichen Gastronomie, Kultur- und Naturangebote wurden unter der Maßgabe der Konfliktvermeidung mit anderen Freizeitgestaltungen integriert. Eckpunkte für das erste Streckennetz waren die Regionalbahnhöfe inkl. P+R Parkplätze in Gräfenberg, Ebermannstadt, Pegnitz und Neuhaus, die miteinander verbunden werden sollten. So kann die Anreise aus den Ballungsräumen via Regionalbahn an einen der vier Bahnhöfe erfolgen und an einem anderen Eckpunkt wieder abgereist werden. Des Weiteren stehen mit den P+R Parkplätzen ausreichende Stellplätze für den Individualverkehr zur Verfügung, die zur Entlastung des PKW-Verkehrs innerhalb der Fränkischen Schweiz beitragen. Im August 2021 wurden die ersten 96km in zwei Clustern der Öffentlichkeit übergeben. Alle Streckenangebote wurden auf Komoot veröffentlicht. 2023 wurden weitere Strecken der Verbindungen zwischen den zwei Clustern genehmigt und kartiert. 2024 werden knapp 200km abgestimmtes und durchgängig beschildertes Wegenetz zur Verfügung stehen.

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Ebs bewegt an neue Plätze

Ebs bewegt an neue Plätze

Ebermannstadt/ Fränkische Schweiz, Ebermannstadt und Ortsteile, Bayern

Beschreibung

Das Projektgebiet befindet sich am Stadtrand von Ebermannstadt entlang des Flusses Wiesent. Sein Uferbereich ist zwar mit Spazierwegen erschlossen, es fehlte jedoch an einer Anbindung an den vorhandenen Altstadtkern, obwohl dieser gut fußläufig erreichbar ist. Gemeinsam haben sich daher Bürgerinnen und Bürger mit der Stadtverwaltung und den örtlichen Vereinen entschlossen, die öffentlich zugängliche Freizeitfläche am Stadtrand aufzuwerten, eine kreative Besucherlenkung zur Innenstadt zu schaffen und damit die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Indem die einheimische Bevölkerung aktiv am Prozess beteiligt wurde, konnte die Heimatverbundenheit gestärkt werden. Im Folgenden werden die größten Erfolge kurz dargestellt: Waldsofas (Liegebänke)/Lieblingsweg: Diese Maßnahme macht die, zuvor in einer Umfrage ermittelten, Lieblingsorte der Ebermannstädter sichtbar und erlebbar. In den Jahren 2021 bis 2023 fanden sich insgesamt 37 Sponsoren aus der Bevölkerung, die jeweils eine Patenschaft für ein Waldsofa übernommen haben. Es entstanden drei Wege, die die Innenstadt mit dem Projektgebiet verbinden. Mithilfe von QR-Codes an jeder einzelnen Bank können die Geschichten der Paten zu ihrem Lieblingsort abgerufen werden. Aktivpromenade/Tag des Sports: Im Jahr 2023 wurde auf der Fläche eine Aktivpromenade geschaffen, die sich durch verschiedene Outdoor Sportgeräte auszeichnet und sowohl ein niedrigschwelliges Bewegungsangebot, als auch die Möglichkeit zur Fitnesssteigerung als „Green Gym“ unter sportlichen Aspekten bereitstellt. Eröffnet wurde die Aktivpromenade im Rahmen eines „Tag des Sports“ im Sommer 2023 in Ebermannstadt, der komplett ehrenamtlich vom örtlichen Sportverein organisiert wurde. Mehr als 3.000 Besucher nutzten den „Tag des Sports“, um das neue entstandene Bewegungsangebot für alle Altersgruppen auszuprobieren. Auch im Jahr 2024 finden an den Geräten regelmäßige offene Trainings statt, die durch den örtlichen Sportverein sichergestellt werden.

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Seelenorte in Rickenbach (Südschwarzwald)

Seelenorte in Rickenbach (Südschwarzwald)

verschiedene Ortteile, Rickenbach, Baden-Württemberg

Beschreibung

Seelenorte in Rickenbach: Es handelt sich um Orte, bei denen man die Seele nach oder während einer Wanderung, nach der Arbeit oder dem Einkauf baumeln lassen kann. Man kann zur Ruhe kommen und die Schönheit der Landschaft genießen oder dem hektischen Alltagstreiben für einen kurzen Moment entfliehen. Ein Alleinstellungsmerkmal ist dabei die wunderschöne Alpensicht im Südschwarzwald. Diese Orte wurden mit Bedacht ausgesucht und stellen zum größten Teil Orte mit entsprechender Alpensicht dar. Die Projekte sind innerhalb des Schwarzwaldvereins Ortsgruppe Vorderer Hotzenwald e.V. entstanden. Die Gemeinde hat mit Material, Man-Power und Geld das Bürger-Engagement unterstützt. Man wollte im Gegensatz zu den einfachen "Wanderbänkchen" Ruhe- und Picknickplätze mit Erlebniswert schaffen. Der Aspekt mit der Alpensicht in schöner Umgebung wurde in Zusammenarbeit mit dem Aktiven Hotzenwald e.V. entwickelt. Die Plätze wurden teilweise gärtnerisch gestaltet und mit heimischen Wildpflanzen erlebbar gemacht. Dies stellt den Bezug zu unserem naturnahen öffentlichen Grün dar. Unsere größten Erfolge sind die Umsetzung des Hirschgarten-Hüsli Sitzplatzes mit Himmelsliege im Rahmen von "Natur nah dran". Darüber hinaus konnten bestehende und neue Sitzplätze im Rahmen des Premiumweges "Hotzenpfad" in diesen integriert werden. Alle Plätze sind öffentlich zugänglich und werden stark frequentiert, auch von "Schweizern", die mal ihre Berge von der anderen Seite des Rheins genießen wollen. Die Plätze laden zur sportlichen Bewegung ein, da sie z.B. im Rahmen des Hotzenpfades erwandert werden müssen. Die schöne Umgebung der Plätze lädt zum Erkunden in der Natur ein.

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